Vom Nationalpark Jasper nach Watson Lake

Als wir den Nationalpark Jasper verlassen fahren wir in Richtung Dawson Creek. Die Landschaft verändert sich zusehends. Karge fast baumlose Berge die einen ganz besonderen Reiz haben. Kurz hinter Jasper wir es deutlich ruhiger. Weniger Autos, weniger touristische Highlight und dafür mehr Natur pur.

Wir fahren den Highway Nr. 40 über Hilton bis Grande Pairie. In beiden Orten übernachten wir zusammen mit sehr vielen anderen Reisenden auf Walmart Plätzen. Die Strecke ist eine gute Alternative zur Strecke über Prince George, wenn man direkt nach Dawson Creek fahren möchte. Von den knapp 400 km fährt man überwiegend durch Wald. Kaum Verkehr und man kommt sehr gut voran. Auf den letzten 100 km nimmt der LKW Verkehr allerdings deutlich zu. Weniger Meter neben der Straße liegen diverse Industriegebiete (Öl, Gas, Holz). Diese werden mehr oder weniger nur durch eine Baumreihe verdeckt. Nicht sonderlich ansehnlich.

Von Grande Prairie geht es für uns weiter nach Dawson Creek zur historischen Meile Null des Alaska Highway.

Der Highway ist breit und überwiegend in einem guten Zustand. Aber auf Grund der vielen reparierten Abschnitte sehr staubig. Entgegenkommende LKW wirbeln jede Menge Staub und vor allem Steine auf. Zum Glück ist nicht viel Verkehr und so fahren wir mehr oder weniger entspannt bis zum Tetsa River Regional Park. Am nächsten Morgen stellen wir fest, dass wir weit und breit die einzigen Camper auf dem Platz sind. So bleiben wir und machen einen Hausputztag. Seit unserer Ankunft in Kanada haben wir unser Auto nicht mehr gewaschen. Nach ein paar Eimern Flusswasser sieht Felice wieder super aus. Nicht so wie nach einer Schaumwäsche, aber dafür ist der Schmutz und vor allem der rote Staub des Highways wieder ab.

Die Weiterfahrt am nächsten Tag auf dem Alaska Highway erweist sich als Fahrt fast wie durch einen Tierpark. Wir sehen mehrere Elks (Wapitis), 3 Rehe, 6 Bären, einige Bisons, 2 Karibous, 3 Dickhornscharfherden, 2 Elche und Wolzow sogar einen Luchs (der aber so schnell wieder im Wald verschwindet, dass ich leider kein Foto vom ihm machen kann).

Am 07.07.2017 sind wir in Watson Lake. Am Info Center treffen wir mehrere deutsche Camper, die sich hier mit regionalen Karten und Informationen eindecken und kurz ihre Emails checken. Nach einem kurzen Plausch und ein paar Zeilen an die Lieben zu Hause, geht es auch schon weiter. Selbstverständlich nicht, bevor wir auch unser Nummernschild am Schilderwald angebracht haben.

Kurz hinter der Stadt finden wir einen geeigneten Campingplatz zum Übernachten. Auch hier stehen wir wieder fast alleine im Wald und das für 12,-Dollar.


 

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