USS Midway Museum

Am 26.10.2017 besuchten wir den Flugzeugträger Midway, der im Hafen von San Diego zu einem imposanten Museum umgebaut wurde.

Die Anfahrt mit Felice gestaltete sich relativ einfach, da die Straßen gut ausgeschildert sind.

Parken konnten wir genau gegenüber des Flugzeugträgers, auf einem großen Parkplatz. Drei Stunden für 7,50 Dollar – nicht mal so teuer. Die Parkuhren ließen sich zudem auch auf Plastik (VISA) ein.

 

 

Vom Parkplatz kommt man zuerst an der riesigen „Sailor Kissing Nurse“ Statue vorbei und das Schiff im Hintergrund fällt kaum auf.

Wir haben Glück und müssen an der Kasse nicht lange warten. 20 Dollar pro Erwachsenen sind ok, dazu gibt es Informationsmaterial und sogar eine deutschsprachige Broschüre.

Anschließend folgt noch eine kleine Taschenkontrolle und schon geht es los. Wir nehmen uns einen Audioguide und beginnen unseren Rundgang auf dem Hangar Deck.

Die Größe des Raumes ist schon beeindruckend. So groß hatte ich mir das nicht vorgestellt. Als Erstes sehen wir Kampfflugzeuge, die aus der Zeit der Indienststellung des Trägers stammen (1945). Es gibt aber auch noch modernere Flugzeuge und jede Menge Cockpits, in denen man Platz nehmen kann. Für einige Dollar kann man einen Start- oder Flugsimulator benutzen. In einem weiteren Raum sind riesigen Ankerketten zu besichtigen. Ein Anker wiegt 20 Tonnen, das sind schon mächtige Ketten, die hier langlaufen.

Wir sind an den Matrosenkojen angekommen. Hier ist nicht viel Platz, da hatten es die Unteroffiziere schon bedeutend besser.

 

Weiter geht es zum Maschinenleitstand und zum Gefängnis. Im Maschinenraum 3 (einer von insgesamt 4) konnte man sich die Technik der Dampferzeugung anschauen und die Arbeitsweise der Maschinen wurde von einem Volontär erklärt. In den Kesseln wurde Wasserdampf mit einer Temperatur von 450°C erzeugt, der für den Antrieb des Schiffes und für die Katapult-Starteinrichtung gebraucht wurden. Das geschah übrigens bis zur Außerdienststellung im Jahre 1991, alles mit Dieselöl.

Jetzt kommen wir auf das Flugdeck mit gigantischen Ausmaßen, das mit allerlei Fluggerät der verschiedenen Epochen ausgestattet ist.

 

Neben der F-14 Tomcat (Topgun lässt grüßen) stehen hier eine Menge Hubschrauber, wovon man die Meisten auch besichtigen kann.

 

 

 

Weiterhin ist ein Flugzeug mit ausgefahrenem Fanghaken und einem Stück Fangseil zu sehen.

Das Fangseil ist deutlich dünner als erwartet.

Wir besichtigen noch die Brücke auch „Insel“ genannt. Hier sind wieder Volontäre im Einsatz und erklären die Aufgaben der einzelnen Abteilungen (von den Meteorologen, über den Navigator, dem Flightdirector, dem Airboss bis hin zum Kapitän. Unsere Sprachkenntnisse gerieten dabei schnell an ihre Grenzen, aber es war trotzdem sehr interessant.

Noch ein Wort zu den Volontären. Diese sind alle ehemaligen Besatzungsmitglieder des Flugzeugträgers. Sie sind im Rentenalter und machen diese Arbeit freiwillig, unentgeltlich und mit sehr viel Stolz.

Nach fast 3 Stunden waren wir wieder am Auto und fuhren zurück zu unserem Stellplatz. Um alles auf diesem Flugzeugträger zu besichtigen muss man sich einen ganzen Tag Zeit nehmen, so groß ist das Teil.

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