Route 66 – Joshua Tree – Salton Lake

11.10.2017 bis 14.10.2017

Wenn man in den USA mit dem Auto unterwegs ist, dann gehört die historische „Route 66“ zum Pflichtprogramm und wir absolvieren das liebend gerne.

Der Verlauf der Straße wurde mehrfach verändert und so findet man nur noch Teilstücke der originalen Strecke.

 

 

 

Eine USA Rundreise ohne wenigstens ein Stück auf der Route 66 gefahren zu sein, geht gar nicht. Wir fahren in Williams auf die 66.

 

 

 

 

Selbstverständlich geht es auch nach Seligman (Arizona), wo wir im berühmten Friseursalon von Angel Delgadillo halt machen.

Überall an den Wänden haben sich Besucher aus der ganzen Welt mit Geldscheinen, Kfz-Schildern und anderen Dingen verewigt. Auch wir lassen ein kleines Souvenir zum Andenken hier – einen Wimpel von Wolzow aus längst vergangenen Tagen, aus der aktiven Sportzeit meines Mannes.

 

Wir fahren die Route 66 durch die Prärie, einige Steppenläufer rollen über die Straße, draußen sind angenehme 28 Grad, im Auto sing gerade „Purple Schulz …..nur ’ne Wiese und ’ne Flasche Wein und du an meiner Seite wirst mein größter Luxus sein…..“. Und wir, wir sind super drauf, haben uns, was braucht man in so einem Moment mehr! Wir genießen das Leben, das hier und jetzt.    „…immer nur leben, nur leben, keinen einzigen Tag vergeben, alles genießen, jeden Atemzug und ganz genau zu wissen, es ist noch lange nicht genug….“. Wie recht er doch hat!


Wir durchqueren auf dem Hwy 95 einen Teil der Mojave Wüste. Die Straße ist bis auf ein paar kleine Abschnitte, in einem exquisiten Zustand und jetzt am Nachmittag gut frequentiert. Was sicher auch daran liegt, dass dies die kürzeste Verbindung zwischen der I 40 und der I 10 nach San Bernadino ist.

Hier gibt es anscheinend nichts und trotz der Trostlosigkeit hat die Fahrt dennoch ihren speziellen Reiz. Zum Glück haben wir Mitte Oktober und so sind es aktuell nur 33 Grad, was die Fahrt durch die Wüste erträglich macht.

 

Wir übernachten auf dem Walmart in Parker.

Unser Weg führt uns weiter zum Joshua-Tree-Nationalpark. Es ist eine Wüstenlandschaft und bildet den Übergang zwischen der Mojave-Wüste und der Colorado-Wüste.

Die Joshua Bäume sind Palmlilien (Yucca). Der im Nationalpark vorhandene Campingplatz ist nicht ganz so nach unserem Geschmack, klein und eng – eher was für Zelte und daher machen wir uns wieder auf den Weg und fahren weiter zum Salton Lake, einem sehr großen Salzsee in Kalifornien.

 

Das Salton Sea State Recreation Area besteht aus 4 Campingplätzen. Hier wollen wir zwei Nächte verbringen, bevor es weiter zum Pazifik geht. Als wir zum ersten Campingplatz kommen fällt uns sofort auf, das es nur zwei Camper auf dem gesamten Platz gibt. Auf Nachfrage beim Ranger erklärt uns dieser, dass alle am Wochenende kommen. Na das können wir uns ehrlich gesagt nicht wirklich vorstellen. Im Internet finden wir den Hinweis, dass der zweite Campingplatz, der Mecca Beach Campground bis Anfang Oktober wegen Bauarbeiten geschlossen war. Das komplette Wasserleitungssystem wurde erneuert. Dieser und auch die 2 anderen Campingplätze sind komplett leer.

Es sieht toll hier aus, aber der Schein trügt. Bei einem Spaziergang mit den Hunden finden wir dann schnell heraus, warum niemand hier ist. Der See ist tot. Etliche vertrocknete Fische liegen am Strand und das Wasser sieht seltsam aus. Direkt am See riecht es auch etwas streng. Aber am Campingplatz ist davon zum Glück nichts zu merken.

Einen äquivalenten Campingplatz in der Nähe gibt es nicht. Wir müssten noch Stunden weiter fahren, dafür sind wir zu müde.

Wir haben einen kompletten Campingplatz (Mecca Beach) für uns alleine. Duschen, Toiletten, Trinkwasser und Entsorgung sind vorhanden und funktionieren. Na ja, wir haben schon deutlich schlechter gestanden und dafür auch noch viel Geld bezahlt. Wir bleiben und müssen mit Entsetzen am nächsten Tag feststellen, dass es einen ganz Hartgesottenen gibt, der doch tatsächlich im See baden geht. Das bleibt die Ausnahme. In der zweiten Nacht kommt noch ein junges Pärchen und übernachtet ganz in unsere Nähe. Aber ansonsten verirrt sich niemand hier her. Wir haben unsere Ruhe und können ein paar Sachen erledigen.

Am Samstagmorgen geht es für uns weiter in Richtung Meer.

 

Quelle Liedtextauszüge: von „Purple Schulz – Immer nur Leben“


 

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