Pazifikküste Kalifonien II – 2. Werkstattbesuch

02.09.2017 – 13.09.2017

Mit repariertem und nun wieder dichtem Tank fahren wir zum Spring Lake Regional Park. Leider gibt es keinen freien Platz mehr.

In der Nähe gibt es noch den Suagloaf Ridge State Park. Wir bekommen fürs Wochenende noch einen schönen Schattenplatz.
Es ist noch immer sehr warm und daher verbringen wir das Wochenende überwiegend mit planen wie es weiter geht, lesen und dösen. Der Campingplatz ist beliebt für seine tollen Wanderwege. Bei den extrem Temperaturen und sicher auch, weil Campfire und Grillen aktuell verboten sind, bleiben jedoch viele Stellplätze trotz Reservierung leer. Es ist heiß, extrem trocken und überall wird auf das absolutem Feuerverbot hingewiesen. Aber das hindert einige Unvernünftige nicht daran, ihren Holzkohlegrill anzumachen. Die Tatsache, dass unser Campingplatznachbar ihn auf das Feuerverbot hinweist, bewirkt, dass dieser den brennenden Grill noch dichter in den Wald stellt. Die sehr nette Familie aus Kalifornien neben uns und auch wir finden das sehr fahrlässig
. Nachdem die Verantwortliche vom Campingplatz darüber informiert wurde, geht es dann ganz schnell. Die Frau ist rigoros. Mit ein paar Eimern Wasser wir der Grill gelöscht und die Camper müssen den Platz verlassen. Da hilft alles diskutierten nichts. Top! Ich bezweifle das das in Deutschland so funktioniert hätte.

Wir haben ein weiteres technisches Problem mit Felice. Ein Lager der Kardanwelle ist nicht in Ordnung. Eine Weiterfahrt über die Berge kommt nicht in Frage und auch auf der Küstenstraße mit Serpentinen weiter zu fahren, ist zu riskant. Wir könnten uns hier eine Werkstatt suchen, aber das bedeutet noch mindestens eine Woche in der Hitze.
Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile entscheiden wir, dass wir am Dienstag, den 04.09.2017 nach Santa Maria fahren. Das sind ca. 6 Stunden Fahrt über den Hwy. Da wir eh in Santa Maria etwas erledigen wollten, verbinden wir das Notwendige mit dem Angenehmen. Auch wenn das bedeutet, dass wir auf einige Küstenabschnitte, die wir uns gern ansehen wollten, verzichten müssen.

Santa Maria ist eine kleine Stadt ca. 30 min. mit dem Auto vom Pazifik entfernt. Es fällt sofort auf, wie sauber und ordentlich es hier überall ist.


Wir finden durch Zufall einen Stellplatz bei einer christlichen Glaubensgemeinschaft. Dieser ist eigentlich nur für Mitglieder, aber man macht eine Ausnahme und wir können bleiben.
Jetzt können wir die Ersatzteile bestellen und sie uns hierher liefern lassen. Vielen Dank an Nadine, die uns die Teile super schnell und preiswert besorgt hat! Toll, wenn man Freunde hat und sich auf sie verlassen kann!
Wenn Felice schon mal in die Werkstatt muss, wollen wir auch gleich die Stoßdämpfer austauschen lassen. Bei den schlechten Straßen, die wir zum Teil gefahren sind, wurden diese doch ganz schön beansprucht. Über kurz oder lang wären sie sowieso fällig. Also lassen wir das gleich mitmachen.

Wir finden eine RV Reparaturwerkstatt und verabreden, dass wir sobald die Ersatzteile da sind, nochmal vorbei kommen und dann wird entschieden, ob und wann das Wohnmobil repariert werden kann.

Die Ersatzteile werden am Freitag, den 08.09.2017 mittags in Deutschland abgeholt und sind am Montag, den 11.09.2017 um 9.00 Uhr bei uns in Kalifornien. Wir machen uns sofort auf den Weg zur Werkstatt und klären den weiteren Werdegang.
Der sehr nette Werkstattmeister schiebt uns dazwischen und so können wir am Dienstag um 7.00 Uhr unser Wohnmobil bringen.

Am nächsten Morgen wir sind pünktlich in der Werkstatt. Felice wird in die Halle gefahren und wir können in einem Besprechungsraum warten oder uns auch draußen im Garten aufhalten.

Man bittet uns, dass wir uns selbst am Kaffee- und Teeautomaten bedienen. Selbstverständlich können wir uns auch den Fernseher anmachen, wenn wir das möchten und gern das Wifi nutzen. Wir haben uns auf eine längere Wartezeit eingerichtet und uns daher Essen, Trinken und was zum Lesen mitgebracht. Das Internet nutzen wir jedoch sehr gern.

Nach ca. einer Stunde kommt der Werkstattmeister und informiert uns, dass auch das Kreuzgelenk der Kardanwelle spiel hat. Na Super! Das hatten wir nicht bestellt. Glücklicherweise hat eine benachbarte LKW Werkstatt ein passendes Ersatzteil und so können die Arbeiten am Auto abgeschlossen werden. Bereits nach 3,5 Stunden ist Felice fertig.

Resümee: Super nette Werkstatt, schnelle Reparatur und ein überraschend günstiger Preis. Die ganze Aktion hat von der Bestellung, über die Lieferung und Reparatur nur gut eine Woche gedauert. Alles in allem haben wir für die Ersatzteile, den Versand und die Reparatur auch nicht mehr bezahlt, als wenn wir Felice in Deutschland in eine Fachwerkstatt gegeben hätten.

Am 13.09.2017 können wir unsere Reise fortsetzen.
 

5 Antworten auf “Pazifikküste Kalifonien II – 2. Werkstattbesuch”

  1. Hallochen Ihr Beiden, da habt Ihr aber Glück gehabt, so rasch Hilfe zu bekommen! Wie habt Ihr die Teile so rasch ranbekommen? Wir brauchen auch dringend ein winziges Teil für unseren Kühlschrank, aber das ist in Kanada nicht angekommen. Postlagernd schicken hat nicht geklappt! Jetzt suchen wir nach einer anderen Möglichkeit. Wäre toll, wenn Ihr uns Euer Geheimnis mitteilen könntet! Euch noch eine gute Fahrt. Vielleicht treffen wir uns doch noch. Sind zu den US-Parks unterwegs. Liebe Grüße von Bernd und Marion im Schneckenhaus.

    1. Ein „Hallo“ zurück ins Schneckenhaus. Den Versand haben wir mit UPS organisiert. Der Preis hängt von der Lieferanschrift, der Paketgrösse und dem Gewicht ab.
      Als Lieferanschrift einfach Euren Namen und die Adresse des Campingplatzes angeben. Beim Office des Campingplatzes solltet ihr natürlich vorher fragen, ob das geht. Achtet beim Buchen auf die Uhrzeit. Die liefern hier bis spät abends aus und dann ist vielleicht keiner mehr im Büro, der das Paket annehmen kann. Wir haben garantierte Lieferung bis 10.30 AM gebucht. Hat nur unwesentlich mehr gekostet.
      Viel Erfolg und meldet Euch mal, wie es gelaufen ist.

  2. Hallo, dass die Frau vom Campingplatz so durchgegriffen hat, ist wirklich toll. Wir haben auch kein Verständnis dafür. Wir haben oft gesehen, dass der Rancher oder der Host abends noch eine Runde über den Campingplatz gemacht und kontrolliert hat und als er weg war, ging es los mit dem Lagerfeuer.
    Wenn man sieht, wie viel Brände in der Zeit überall waren und wie viel Bäume vernichtet wurden und die Leute scheint das wenig zu interessieren. Ist schon komisch.

    LG

    1. Ja, diese Erfahrung hatten wir davor auch schon des Öfteren gemacht. Im Gegenteil, trotz Hinweise der Feuerwehr hat auf einem Platz der Host schön sein Feuerholz verkauft und beim abendlichen Kontrollgang niemanden auf das Verbot hingewiesen.
      Wir sind einfach zu deutsch.

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