Nationalparks Banff und Jasper

Am 29.06.2017 treffen wir kurz vor 9.00 Uhr im Castle Mountain Campground ein und bekommen den letzten freien Platz. Der Campingplatz liegt zwischen der Stadt Banff und dem Lake Louise sehr günstig.

Die beginnende Ferienzeit und auch der Feiertag sind hier besonders deutlich zu spüren. Wir fahren nach Banff. Eigentlich sind solche Touristen Städtchen nicht so unseres, aber wir müssen noch ein paar Dinge einkaufen vorm Wochenende und daher kommen wir um eine Stadtbesichtigung nicht herum. Eine niedliche kleine Stadt mit den imposanten Bergen als Kulisse, aber ansonsten nur auf Tourismus ausgelegt und entsprechend voll. Wie gesagt nicht unser Ding. Als wir auf dem Rückweg zum Campingplatz sind läuft uns diese Herde Bighorn sheep (Dickhornschafe) entgegen.  Wir sind 4 Tage im Park unterwegs. Selbstverständlich führt uns unser Weg auch auf das Columbia Eisfeld.

 

 

Wir parken direkt vor dem Aufstieg und machen uns auf den staubigen, steinigen Weg. Der Aufstieg ist einen Kilometer lang mit einem Höhenunterschied von 75 Meter.

Leider kommt man nicht bis an den Gletscher heran. Wer das möchte muss mit einem Bus fahren, der einen direkt auf den Gletscher bring. Die rund 200,00 Dollar sind uns dieses Erlebnis allerdings nicht wert und so begnügen wir uns mit dem Blick auf das Eis.

Auf dem Weg zum Eisfeld kommen wir an einer Eislawine vorbei. Die Schneise, die die Eismassen in den Wald gerissen haben, ist sehr beeindruckend. Es gehört nicht viel Fantasie dazu, sich die Kraft und das Ausmaß vorzustellen, als die Schnee- und Eismassen den Berg runter kamen. Es ist Ende Juni/Anfang Juli und noch immer liegen hier Berge von Eis und Schnee.

Auch der Lake Louise steht auf unserer Besichtigungstour. Wir stellen unser Auto etwas weiter unten ab und laufen über den Trail nach oben zum See. Leider auch hier wieder die üblichen Menschenmassen. 

An einem Aussichtspunkt sehen wir diese süßen Erdhörnchen – Columbia ground sqirrel.

 

 

 

 

Auf unseren Streifzügen durch den Nationalpark fällt uns der Bow Lake sofort auf.

Es ist ein Gletscher See. Zum Glück gibt es etwas abseits eine Möglichkeit unser Boot zu Wasser zulassen. Am nächsten Tag fahren wir gleich nach dem Aufstehen los. Wir bauen unser Faltboot „Amici“ auf und genießen Paddeltour auf der kristallklaren aber eiskalten Gletschersee.

Außer uns ist niemand auf dem Wasser. Nach ein paar Paddelschlägen ist der Straßenlärm nicht mehr zu hören. Natur pur. Keine Menschen weit und breit. Wir genießen diese Tour besonders.

Als wir zum Ausgangspunkt zurückkommen, machen sich gerade andere Paddler fertig ihre Boote ins Wasser zu lassen. Wir holen unser Boot aus dem Wasser und nutzen die Wartezeit bis das Boot trocken ist, für ein spätes Frühstück oder Mittagessen. Wie auch immer.

Das Zerlegen und das Verpacken des Bootes ziehen wie so oft interessierte Menschen an, da so ein „Bastelboot“ doch eher selten zu sehen ist. Wir müssen die eine oder andere Frage beantworten, was in Englisch nicht gerade einfach ist. Aber wie immer kommen wir zurecht.

 

Am 03.07.2017 verlassen wir früh den Campingplatz. Auf einer Lichtung nur 10 min vom Campingplatz entfernt sehen wir eine kleine Herde Elks (Wapitis).

Die Sonne steht ungünstig und so wollen wir gerade anhalten, damit ich für ein besseres Fotos aussteigen kann, als Wolzow einen Bären ca. 100 m entfernt über die Straße laufen sieht. Wir fahren langsam weiter und sehen unseren ersten Bären, einen Grizzly. Hier gehts zum Video.

 

 

 

Bei diesem einen wird es glücklicher Weise nicht bleiben. Am nächstem Tag läuft dieser junge Grizzly seelenruhig am Straßenrand. Hier gehts zum Video.

Drei Stunden später sorg ein Schwarzbär für einen ordentlichen Stau.

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