Mexiko / Baja California

08.11.2017 – 09.11.2017

Wir fahren vom Campingplatz zum Grenzübergang Tecate. Alle frischen Lebensmittel haben wir verbraucht und hoffen, dass sich niemand an den restlichen Vorräten wie Büchsen usw. stören wird. In Tecate angekommen, suchen wir uns kurz vor der Grenze einen Parkplatz wo wir Felice abstellen. Im Internet liest sich das alles total einfach, aber vor Ort! Die meisten Parkplätze sind zu klein, da können wir nicht stehen oder man macht uns klar, dass Wohnmobile hier nicht willkommen sind – nur PKWs. Wir finden nach ein paar Mal auf- und abfahren dann doch noch einen Platz. Es ist niemand vor Ort – Selbstregistratur – Gebühr 5 Dollar. Wir fahren eine ziemlich steile Auffahrt runter, suchen uns einen Platz und stecken das Geld in den Briefumschlag und dann in den Kasten.

Zu Fuß geht es zum Grenzübergang. Zuerst zum Immigrationsbüro – um die Touristenkarte zu holen, dann zum Bankschalter – um die Gebühr zu bezahlen. Anschließend zurück zum Immigrationsbeamten. Hier bekommen wir die Bestätigung, dass wir 180 Tage im Land bleiben können. Alle Grenzmitarbeiter sind freundlich und hilfsbereit. Wir müssen nirgends lange warten. Wir gehen über die Grenze und sind nach ein paar Schritten in Mexiko. Direkt hinter der Grenze herrscht quirliges Treiben und wir bekommen einen ersten Eindruck was uns erwartet.

Wir überqueren kurz die Straße und gehen zurück zum amerikanischen Grenzposten. Dort fragt man uns woher wir kommen und wie lange wir in den USA bleiben wollen. Nach dem wir dem Grenzbeamten erklärt haben, wie sich alles verhält, können wir einreisen. Aber wir verlassen nachher entgültig die USA und in diesem Fall müssen wir die Formulare abgeben, die in unseren Pässen sind. Also müssen wir noch zum Immigrationsbüro der USA, wo die Zettel aus den Pässen entfernt werden. Damit sind wir offiziell aus den USA ausgereist.

Wir holen unser Wohnmobil vom Parkplatz ab und fahren zur Grenze. Den ersten Grenzbereich können wir passieren und müssen dann aber rechts an die Seite fahren. Die Grenzbeamten sehen sich unsere Pässe an und wollen das Permit für das Fahrzeug sehen. Wir haben keins – brauchen auch keins für die Baja. Ein Grenzbeamter will sich den Hänger ansehen, dann werden die Hunde besichtig und es wird gerätselt, was für eine Rasse und nach einem schnellen Blick ins Wohnmobil, können wir die Grenze passieren. Wir brauchten für den Grenzübergang nicht ganz eine Stunde.

Übrigens: Weder der Immigrationsbeamter noch die kontrollierenden Grenzbeamten wollten irgendwelche Unterlagen für die Hunde sehen.

Wir fahren von Tecate nach Ensenada. Und da sind sie wieder – schlechte Straßen mit riesigen Schlaglöchern und den für Mexiko bekannten Topes (Bodenschwellen). Gut das die Stoßdämpfer gewechselt wurden. Hier werden sie wieder ordentlich beansprucht. Der Verkehr ist chaotisch. Vergleichbar mit Autofahren in Rom. Gewöhnungsbedürftig sind die vielen Stoppschilder an den Kreuzungen. Nicht immer erschließt sich uns der Sinn der Schilder.

In Ensenada gehen wir erst einmal bei Walmart einkaufen. Das Angebot ist übersichtlich und teilweise günstiger als in den USA. Dafür gibt es vieles nicht. Auf dem Parkplatz spricht ein junger Mexikaner Wolzow an und erzählt, dass er in Deutschland – Berlin studiert hat. Er erkennt sofort das Berliner Wappen an meiner Autotür. Er spricht sehr gut Deutsch, fragt uns wo wir überall schon waren und ist begeistert von unserem Vorhaben.

Dann treffen wir noch zwei französische Paare mit ihren Wohnmobilen. Nach einem kurzen Plausch mit ihnen und guten Wünschen für die Reise geht es für uns weiter zum ersten Campingplatz.

Der erste Tag in Mexiko geht zu Ende. Wir sind geschafft von den Eindrücken der letzten Stunden. Diese Armut der Menschen hier, der Müll und Unrat überall, die schlechten Straßen und die vielen streunende Hunde, die überall unterwegs sind. Man muss gerade in den Orten aufpassen, dass man keinen überfährt. Die toten Tiere am Straßenrand zeugen davon, dass das wohl häufig vorkommt.

Wir fahren wieder über die Berge, erreichen den Campingplatz kurz vor Sonnenuntergang, finden auf dem Acker noch eine Stelle wo wir halbwegs gerade stehen.


 

 

 

Das Meer kann man in der Ferne schon sehen. Nach Einbruch der Dunkelheit ist es auf dem Campingplatz total still und so haben wir später eine sehr ruhige Nacht.

Nach dem Frühstück fahren wir Richtung Süden ans Meer. Wir passieren unsere erste Militärkontrolle. Alles läuft sehr freundlich ab. Mit Interesse wird zur Kenntnis genommen, dass wir aus Deutschland kommen. Wir müssen keine Unterlagen oder sonstiges vorlegen. Man wünscht uns eine gute Fahrt und einen schönen Aufenthalt in Mexiko.

Wir erreichen unseren Campingplatz am Meer und wir sind die einzigen Gäste. Wir haben wieder einen ganzen Campingplatz für uns alleine.

 

 

 

Und dazu einen Strand – soweit man blicken kann – niemand außer uns.


Wir sind am Strand und beobachten die Möwen, Pelikane und die Delfine, die hier fischen.

 

 

 

Wir bleiben am Meer sitzen bis die Sonne untergeht.

 

Es gibt auf dem Campingplatz Strom, Wifi, Toiletten und Duschen für umgerechnet rund 10 Dollar. Alles einfach – aber wie schon mal erwähnt – man gewöhnt sich mit der Zeit daran und lernt ohne Wandkontakt zu duschen, egal wie eng die Duschenkabinen sind.

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