Laguna Ojo de Liebre II – und endlich Wale!

06. Januar bis 18. Januar

Wir verlassen Loreto, haben es aber nicht sonderlich eilig und legen daher noch einen Zwischenstopp auf dem RV Park San Lucas Cove ein.

Ein typischer Snowbirds Platz. Aber auch hier sind die meisten Plätze leer.

 

 

 

 

Zum Baden ist der Strand nicht geeignet,  alles voller Muschelschalen und auch sonst nicht schön. Für ein oder zwei Nächte ist der Campingplatz jedoch völlig in Ordnung, zumal es Duschen, Wasser und Wifi gibt.


 

Am 09.01.2018 geht es dann vom Golf von Kalifornien durch das Landesinnere wieder auf die Pazifikseite. Noch einmal vorbei an wunderschönen Buchten.

 

Bis dann langsam die Berge wieder in Sicht kommen.

In Guerrero Negro lassen wir gleich am Ortseingang unsere deutsche Gasflasche auffüllen und fahren anschließend zur Laguna Ojo de Liebre. 

 

 

Nach dem Abzweig von der Mex1 hört die asphaltierte Straße bald auf und nun geht es über eine feste Schotter-/Sandstrasse die restlichen Kilometer weiter.


 

Wieder vorbei an den riesigen Salinen.

Da wir bereits im November schon einmal hier waren, wissen wir was uns erwartet und fahren diesmal deutlich entspannter und ganz gemütlich über die zum Teil ordentliche Waschbrettpiste bis zur Lagune.

Die Wal-Saison hat begonnen, alles ist belebt, überall wuseln Menschen rum – ganz anders als bei unserem letzten Besuch. An der Schranke bezahlen wir 90 Pesos Eintritt und suchen uns dann anschließend einen Stellplatz.

Der Campingplatz liegt in einem Naturschutzgebiet. In einem schmalen Streifen zieht er sich einige Kilometer weit am Ufer der Lagune entlang, sodass man das Ende des Platzes bei der Einfahrt kaum erkennen kann. Wir bleiben jedoch im vorderen Teil. 

In der Nähe vom Restaurant, mit dem Walskelet davor, den Duschen und der Bootsanlegestelle.

Als wir ankommen, werden wir von Fahrradfahrern angesprochen, einem französischen Paar mit ihren beiden Kindern. Sie sind wie wir mit einem Laika Kreos auf Iveco unterwegs. Ihre Reise begann in Südamerika und nun sind sie auf dem Weg nach Kanada, von wo aus es dann zurück nach Europa geht. Sie stehen mit ihrem Wohnmobil ganz hinten auf dem Campingplatz. Zu einem ausführlichen Plausch fehlt uns die Zeit, denn wir müssen erst einmal mit den Hunden raus. Schade, am nächsten Tag fährt die Familie weiter. Wir hätten uns gerne noch länger mit ihnen unterhalten und ein paar Erfahrungen ausgetauscht.

Am nächsten Morgen bin ich schon vor 7.00 Uhr wach. Ich gehe zum Bootssteg und genieße den Sonnenaufgang. Und dann sehe ich sie, die Wale. Super. Es ist windig und das Meer ist ziemlich aufgefüllt. Aber hier und da sieht man einen Blas und dann auch den Rücken der mächtigen Tiere.

Am Vormittag kommt ein Paar aus Washington und erzählt uns von ihrer eben gemachten Whale Watching Tour. Sie haben 7-8 Wale gesehen, erwachsenen Tiere und auch Mütter mit Jungtieren. Aber das Wetter war nicht schön, die See zu rau. Es sind leider keine Wale ans Boot gekommen. Schade für die Beiden.

 

11. Januar 2018 wir machen unsere erste Whale Watching Tour. (Bericht folgt).

 

 

 

 

Am Abend genießen wir wieder einen schönen Sonnenuntergang und sind noch immer aufgewühlt von den spektakulären Erlebnissen des Tages.

Als wir dann gehen 22.00 Uhr noch einmal vor die Tür gehen empfängt uns ein perfekter Sternenhimmel. Es gibt hier nur wenige künstliche Lichtquellen in der Umgebung und so funkeln und strahlen unendlich viele Sterne. 

In unserer Nähe stehen keine anderen Camper, es weht kein Lüftchen, kein Kojote heult, kein Wellenschlag, nicht einmal die Grillen zirpen. Es herrscht vollkommene Stille. Und dann durchbricht das schnaufende Atmen eines Wales vor uns in der Lagune diese ein wenig gespenstig anmutende Ruhe.

Wir gehen in der Dunkelheit runter an die Bootsanlegestelle. Die Fischadler, die auf dem Haus der Anlegestelle brüten, beruhigen sich nach unserem Ankommen schnell wieder und dann hören wir sie wieder, die Wale. Rechts und links vom Steg vernehmen wir den Blas ganz in unserer Nähe. Anscheinend bewegen sich die Tiere kaum, denn die Entfernung der Geräusche ändert sich nicht. Die Dunkelheit, die Stille, der Sternenhimmel und das Atmen der Tiere, eine ganz besondere Szenerie. Ein fantastischer Abschluss eines genialen Tages. 

Abhängig von der Tageszeit und auch von den Gezeiten, sind mal mehr und mal weniger Wale Vorort.

Wir können die Wale auch von unserem Stellplatz aus gut erkennen.  Neben den Walen gibt es auch andere Tiere zu beobachten. Wolzow erlebt, wie zwei Raben einen kleinen Kautz angreifen. Dieses weiß sich jedoch zu wehren, was einem Raben zum Verhängnis wird und dieser verletzt abstürzt. Der Andere ergreift daraufhin die Flucht. Dann gibt es hier unzählige Wasservögel, die besonders bei Ebbe gut zu beobachten sind.

Auch die Kojoten, die wir bei unserem ersten Besuch schon ganz in unser Nähe gesehen hatten, zeigen sich hin und wieder. Besonders wenn wir gegrillt haben, schleichen sie abends um das Auto, in der Hoffnung noch einen leckeren Bissen zu ergattern.


Auffallend sind auch die sich täglich verändernden Wasserstände der Lagune. Während im November der Unterschied von Ebbe und Flut nur wenige Meter betrug, so liegen jetzt bei Ebbe die Boote trotz Verlängerung des Steges fast trocken.

Und bei Flut werden die Grünflächen vor unserem Stellplatz jeden Tag ein wenig mehr überflutet.


 

 

Unsere zweite Whale Watching Tour machen wir am 16. Januar 2018. Über unsere Erlebnisse und Eindrücke der beiden Touren gibt es einen separaten Bericht.

Am 18. Januar verlassen wir die Lagune, diesen ganz besonderen Ort. Wer einmal hier in der Nähe ist, sollte unbedingt die doch etwas anstrengende An- und Abfahrt in Kauf nehmen. Es lohnt sich auf jeden Fall. Wir haben es keinen Moment bereut, dass wir noch einmal hergekommen sind. Der perfekte Ort um Wale zu beobachten.


 

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