Pazifikküste Kalifornien I

23.08.2017-02.09.2017 Kalifornien

Wir fahren Richtung San Francisco und erreichen die Grenze zwischen Oregon und Kalifornien. Es gibt eine Kontrollstelle, denn die Einfuhr von Obst ist in Kalifornien verboten. Da wir kein Obst dabei haben, wünscht man uns eine gute Weiterfahrt.

Wir fahren auf dem Hwy 101 und sehen die ersten Redwoodbäume, die auch als Küstenmammutbäume bekannt sind. 

In Crescent City übernachten wir auf einem Walmart Parkplatz. Was uns bereits auf der Fahrt hierher und auf dem Parkplatz im Besonderen auffällt, sind die vielen Obdachlosen und Bettler. Außerdem ist es hier deutlich schmutziger auf den Straßen als in allen anderen bisher durchfahrenden Bundesstaaten. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass hier deutlich weniger Mülltonnen an den Straßen, Aussichtspunkten und Parkplätzen stehen.

Am nächsten Tag geht es durch den Redwood Nat. Park auf dem Hwy 101. Von dort weiter durch den Prairie Creek Redwoods State Park. Im Patricks-Point State Park finden wir einen Campinplatz zwischen den Redwoods, wo wie auch übernachten. Wir folgen weiter dem Hwy 101 bis Scotia und dann fahren wir auf der Avenue of the Giants weiter. Die Straße ist ca. 33 Meilen lang und führt überwiegend durch den Wald.

Die gigantischen Bäume säumen die Straße und sobald man ein Stück auf den Wanderwegen läuft, fühlt man sich wie im Urwald.

 

Diese  Bäume können um die 100 Meter hoch und an die 2000 Jahre alt werden. Auffallend ist, dass die Bäume sehr eng zusammenstehen und einige dann im Laufe der Jahre bestimmt zu einem riesigen Baum zusammenwachsen. Wieder andere Bäume haben Spuren von Blitzeinschlägen.

Auf dem Hwy 101 geht es von Graberville bis nach Leggett. Dort entscheiden wir uns auf der Küstenstraße Nr. 1 weiter zu fahren. Die Straße führt in Serpentinen über die Berge. Die Fahrt ist mit einem Wohnmobil unserer Größe schon eine Herausforderung, die gemeistert werden will. Anstrengend für den Fahrer – für den Beifahrer toll.

Wie aus dem Nichts taucht dann das Meer auf und man wird mit diesem tollen Ausblick belohnt.

Dieser blaue Pazifik, für den Kalifornien so berühmt ist. Wir fahren weiter auf der Küstenstraße bis zur Bodega Bay und finden dort eine schönen Campingplatz zwischen Lagune und Pazifik. Wir haben Glück und bekommen noch einen „first come – first serve“ Stellplatz. 100 m in Richtung Pazifik und knappe 100 m zur Lagune. Für Kalifornien untypisch dürfen hier die Hunde sogar an den Strand – wenn auch an der Leine.


Am 25.08.2017 machen wir einen kleinen Abstecher nach San Franzisco.

Auch wir haben das Pech und können die Golden Gate Bridge nur bei Nebel überqueren. Eigentlich hatten wir geplant, die Küstenstraße Nr. 1 weiter runter bis nach Los Angeles zu fahren. Da es aber an einige Stellen Erdrutschen gegeben hat, ist die Straße in diesen Bereichen bereits seit Monaten gesperrt. Wir entscheiden uns daher für eine andere Streckenführung und wollen weiter ins Landesinnere fahren.

Wir machen uns am 28.09.2017 auf in Richtung Reno und versäumen es vorher uns nach den aktuellen Temperaturen im Inland von Kalifornien zu erkundigen. Es triff uns daher recht hart, als nur wenige Kilometer hinter der Küste die Temperatur extrem ansteigt. Wir erreichen den Bear River County Park. Mittlerweile sind es beim Fahren 42 Grad. Der Campingplatz wird nur von Goldsuchern besucht. Es gibt zwar noch einen freien Stellplatz, aber dieser liegt in der prallen Sonne. Bis zum Abend gibt es keine Chance auf Abkühlung. Hier können wir nicht bleiben. Wir müssen weiter uns was anderes suchen. Im Orchard Springs Campground finden wir noch ein schattiges Übernachtungsplätzchen, wenn auch für 45 Dollar.

Bei diesen Temperaturen können wir nicht weiter. Die Hunde halten das nicht lange durch und wir ehrlich gesagt auch nicht. Wir entscheiden kurzer Hand am nächsten Tag zurück an die Küste zu fahren.

Es ist Dienstag der 29.08.2017 und leider ist auf dem Campingplatz an der Bodega Bay nichts mehr frei. Der nette Mitarbeiter telefoniert jedoch kurz und vermittelt uns in der Nähe noch einen freien Platz an der Lagune.

30.08.2017 – Wir haben uns irgendwo unterwegs den Dieseltank beschädigt. Zum Glück bekommen wir das noch rechtzeitig mit und fahren kurzentschlossen weiter nach Santa Rosa, wo wir eine nette Werkstatt finden, die uns sofort helfen will. Der Tank wird ausgebaut und das Leck schnell gefunden. Ein neuer Tank müsste aus Italien geschickt werden. Das dauert uns zu lange und ist hoffentlich auch nicht nötig. Uns reicht es wenn das Loch geklebt wird. Der Kleber muss einige Stunden aushärten, aber wir können die Nacht auf dem Firmengelände verbringen. Der Chef fragt uns mehrfach, ob wir nicht doch Strom und Wasser benötigen. Das ist sehr nett von ihm, aber wir brauchen das nicht.

Am nächsten Morgen wird der Tank gleich eingebaut und zum Glück ist er wieder dicht. So können wir schon um 8 Uhr die Werkstatt verlassen und unsere Fahrt fortsetzen.

Ein langes Wochenende steht vor der Tür – am 04.09.2017 ist in diesem Jahr Labor Day. Der Tag der Arbeit in den USA. Das hat für uns zur Folge, dass es unmöglich ist, am Wochenende einen Campingplatz am Meer oder an einem See zu bekommen. Uns wird nichts weiter übrig bleiben als irgendwo weiter landeinwärts zu fahren, um das Wochenende rumzukriegen.

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