Grenzübergang Tecate – von der Baja California zurück in die USA

18. Januar bis 02. Februar 2018

Auf dem Weg nach Norden machen wir noch einen Abstecher nach Bahia Los Angeles.

Von weitem empfängt uns wieder der Golf von Kalifornien mit seinem wunderschönen blauen Wasser.

Auf dem Campingplatz Campo Archelon finden wir noch einen freien Stellplatz – aber gefallen tut es uns hier nicht. Die Campingplatzbesitzer haben selber 3 Hunde, die den ganzen Tag frei umher laufen und die meisten anderen Gäste kümmern sich auch nicht um ihre Hunde. So liegen die Hinterlassenschaften der Tiere überall am Strand und auf dem Campingplatz. Das scheint hier niemanden zu stören – uns schon. Wir bleiben eine Nacht und fahren am nächsten Morgen weiter.

Wir halten noch einmal auf einem RV Platz. Bei Fidel´s waren wir im November letzten Jahres schon einmal gewesen. Außer uns ist nur noch einem Paar aus Florida auf dem Campingplatz. Das Internet ist hier zwar langsam, aber es reicht um am Blog zu arbeiten und die weitere Reise zu planen.

Wir wollen noch eine zweite Runde USA machen und brauchen dafür zwangsläufig eine neue Versicherung fürs Auto. Zu Beginn unsere Reise waren bei THUM INSURANCE über Seabridge versichert gewesen. Wir haben zwar recherchiert – aber leider kein besseres Angebot gefunden. Wir müssen wieder die von Seabridge vermittelte Fahrzeugversicherung abschließen. Und das ist eine bittere Pille. Die Preise waren schon letztes Jahr heftig, aber inzwischen hat es eine Preissteigerung gegeben und so zahlen wir fast 600 Dollar mehr.

 

Auf dem Ramona Beach RV-Platz in Ensenada warten wir auf die Versicherungsunterlagen. Der Platz ist in Ordnung und es ist auch nicht weit bis in die Innenstadt.

Endlich, unsere Unterlagen von Seabridge sind per Mail gekommen. Wir fahren am nächsten Morgen noch einmal nach Ensenada rein und lassen in einem Office Depot die Versicherungspolice (Binder) ausdrucken.

Am Abend genießen wir den letzten Sonnenuntergang in Mexico.

 

27. Januar 2018 – Wir verlassen Ensenada und sind rund 2 Stunden später in Tecate. Nach einer kurzen Tour durch die Stadt fahren wir auf der Border Crossing Road zum Grenzübergang. Vor uns stehen eine ganze Menge Pkws. Einige Straßenhändler haben die Warteschlange der Autos für sich entdeckt und bieten ihre Waren, wie Getränke, Essen, Tücher usw. an.

Es dauert ca. 20 Minuten bis wir am Grenzübergang sind. Wir geben dem Grenzbeamten unsere Pässe und er begrüßt uns mit „Germany! Guten Tag, was bringen Sie schönes mit?“. Wir darauf „unser Auto und uns“. Jetzt geht das Gespräch in Englisch weiter. Er will wissen ob das Auto aus Kalifornien kommt. Da es aus Deutschland ist, möchte er die Zulassung sehen. Dann ruft er kurz irgendwo an und erkundigt sich, ob er ein Permit ausstellen soll. Nein! Er betrachtet noch einmal kurz unsere Visa und fragt ob wir Tiere dabei haben. Was wir bestätigen. Da wir unsere 3 Hunde aus Deutschland mitgebracht haben, sind sie nicht weiter interessant für ihn. Er gibt uns unsere Pässe zurück und wünscht uns eine gute Fahrt.

Aber halt, da fehlt doch was. Wolzow macht ihn darauf aufmerksam, dass wir einen Einreisestempel benötigen.

Der Grenzbeamte ist unsicher, lässt sich noch einmal unsere Pässe geben und greift erneut zum Telefon. Deutsche mit Visa, brauchen die ein Permit? Ja, brauchen sie. Wir bekommen einen orangenen Zettel und sollen zum Immigrationsbüro fahren. Mit einem „auf Wiedersehen“ werden wir verabschiedet.

Als wir um die Ecke des Gebäudes biegen, wartet bereits ein anderer Beamter draußen auf uns. Mit „Germany? Guten Tag, kommen Sie bitte mit“ werden wir auf Deutsch begrüßt. Wir folgen dem Beamten in den hinteren Teil des Gebäudes. Dort übergibt er uns, mit den Worten, das sind die Deutschen, an eine Beamtin. Diese nimmt unsere Pässe und fragt nach unseren Ziel für heute. Mit fällt natürlich der Name des Campingplatzes nicht ein. Es war irgendwas mit Hot Springs. Aber kein Problem, die Beamtin nennt uns ein paar Plätze in der Nähe und trägt anschließend den Namen eines Platzes im Computer ein. Dann werden die Fingerabdrücke der rechten Hand von uns genommen, ein Foto gemacht und wir müssen nur noch die 12 Dollar Bearbeitungsgebühr bezahlen. Das war es. Keine Zollerklärung, keine weiteren Fragen — nichts. Wir bekommen unsere Pässe nach vielleicht 5 Minuten zurück.

Ein kurzer Blick in die Pässe, ja — wir haben wieder 6 Monate Aufenthalt bestätigt bekommen.

Wir verlassen das Grenzgelände und halten gleich außerhalb am Straßenrand. Wir müssen uns in Mexiko noch abmelden. Ich nehme daher unsere Pässe und mache mich zu Fuß auf den Weg zur mexikanischen Grenze. Der Immigrationsbeamte nimmt mir die Touristenkarten und die Quittung ab, die wir bei der Einreise erhalten haben, die Ausreisestempel kommen in unsere Pässe und fertig. Ich gehe innerhalb der Grenzanlage auf die andere Seite, laufe das Stück bis zum amerikanischen Immigrationsbüro und nach einer kurzen Erklärung, warum ich schon wieder über die Grenze gehe, bin ich auch schon wieder in den USA und sitze nach nicht einmal 10 Minuten wieder in unserem Auto.

Alles total unkompliziert und easy.

Wir fahren Richtung Osten durch Arizona. Vorbei an riesigen Sandwüsten. Überall sehen wir jetzt die vielen Camper, die den Winter hier im warmen Süden der USA verbringen. Es gibt riesige Campingplätze, besonders in der Nähe von Ortschaften. Aber auch am Straßenrand stehen viele.

Wir fahren weiter nach Holtville auf einen BLM Platz. Hier gibt es Hot Springs (Heiße Quellen). Man hat die Wahl zwischen kostenpflichtigen und kostenlosen Campingplätzen. Wir entscheiden uns für einen kostenlosen Platz. Diese Plätze liegen entfernt von den Quellen in der Wüste. Es ist schon fast dunkel als wir das Gelände erreichen. Um nicht Gefahr zu laufen uns festzufahren, parken wir an einer Weggabelung. Hier ist der Untergrund fest. In der Dunkelheit weiter zu fahren, wäre einfach zu riskant.

Nach einer nicht so entspannten Nacht, machen wir uns schon sehr früh auf den Weg. Es geht weiter nach Tucson.

Vorbei an dieser Obstplantage. Obstbäume ohne Laub – ja klar es ist Ende Januar – aber draußen sind 26 Grad und da passt dieses Bild einfach nicht hin.

 

 

 

Südwestlich von Tucson stellen uns wieder auf einen BLM Platz – Snyder Hill.

Von hier bis zur Stadt sind es nur ca. 15 Minuten. Die Einfahrt ist etwas schwierig (Bodenwellen) aber ansonsten ist der Platz in Ordnung. Wir bleiben ein paar Tage und erkunden von hier aus die Stadt.

 

 

 

So besuchen wir unter anderem das PIMA AIR & SPACE MUSEUM.

 

Wir nutzen unseren Aufenthalt auch gleich, um mal wieder aufzuräumen und um Wäsche zu waschen.

4 Antworten auf “Grenzübergang Tecate – von der Baja California zurück in die USA”

  1. Hallo Ihr 2
    wir verfolgen euren Blog schon eine Weile, natürlich weil wir ende Mai in Halifax ankommen. Leider haben wir auch das Versicherungsproblem, unser Angebot von Thuminsurance ist fast $1500.- für 6 Monate … der Hammer, leider! Vorallem wegen der Vollkasko für unser fast 20 Jahre altes Wohnmobil mit einem Restwert von ca. 12000.- … reine Abzocke aus unserer Sicht.
    Nun denn, wir suchen weiter und dann schaun wir mal 🙂
    Weiterhin viel Spass und liebe Grüsse aus Südspanien
    Thomas & Andrea

    1. Hallo Andrea und Thomas,
      ja, die Preise sind wirklich eine Katastrophe. Das reist ein ganz schön tiefes Loch ins Budget. Außerdem muss man Dinge versichern, die man gar nicht möchte. Leider!!!
      Aber die Versicherung kann die Preise im Moment so gestalten, wie sie es mag, solange es keine Konkurrenz gibt. Solltet Ihr noch ein anderes Angebot finden, würden wir uns über eine Rückmeldung sehr freuen.
      Wir haben andere Reisende getroffen, die ihre Fahrzeug hier gekauft und dann auch hier versichert haben (zum Teil seit einigen Jahren). Auch die stöhnen über die Preissteigerungen der Versicherungsbeiträge für Ausländer. Nur die zahlen so viel wie wir, aber für ein ganzes Jahr.
      Wir wünschen Euch für Eure bevorstehende Tour einen guten Start und viel Spaß. Vielleicht treffen wir uns im Frühjahr oder Sommer im Norden. Liebe Grüße Dati und Wolzow

      1. Hi … nochmal wir ☺
        Wir wollen uns US 20lb propane tanks in Halifax besorgen und mit nem Adapter an unser System anschliessen … wie habt ihr es geregelt?
        Man darf ja keine Lebensmittel und Alkohol mitverschiffen, gilt das auch für abgepackte Lebensmittel in Dosen, Gläser, Plasticverpackungen und wird das überhaupt kontrolliert ?
        Ersatzteilversand durch den ADAC … wie läuft das ab?
        Danke und vielleicht treffen wir uns mal
        TuA

        1. Wir haben eine 11 kg Glasflasche aus Deutschland mitgebracht und uns dann in Halifax eine normale Gasflasche beim Walmart gekauft und mittels Adapter angeschlossen. Wir benutzen die US Flasche, tauschen diese oder lassen sie füllen und die Deutsche ist Reserve. Ging bisher immer ohne große Probleme. In Mexiko geht das mit der deutschen Flasche nicht überall. Aber wenn es die eine Stelle nicht machen kann, dann klappt es im allgemeinen beim zweiten Anlauf woanders.

          Wir hatten keine Lebensmittel bei der Verschiffung im Wohnmobil, nur Gewürze. Vom Zoll wurde unser Wohnmobil innen nicht kontrolliert. Wir wollten aber auch wegen ein paar Lebensmittel keinen Stress mit dem Zoll. Nicht wegen ein paar Dosen oder so.
          Alkohol hatten wir im Koffer. Der ist in Kanada ja recht teuer.
          Pack lieber Kosmetikartikel oder andere Sachen ins Fahrzeug, die erlaubt und in Kanada teurer sind als in Deutschland. Haben wir so gemacht.

          Was die Ersatzteile angeht: Einiges an Teilen haben wir mit. Die Teile für die Reparatur in der Werkstatt, hatten wir uns per UPS schicken lassen. Ging super schnell und war preislich auch in Ordnung. Wir sind zwar auch im ADAC, haben aber damit keine Erfahrung. Von anderen Reisenden wissen wir, dass es auch gut geklappt hat, soll aber teuer sein.

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