Hunde in den USA und Kanada – Reiseerfahrungen

Wir waren 6 Monate in den USA und Kanada unterwegs. Generell ist zu sagen, dass das Reisen mit Hunden in beiden Ländern überhaupt kein Problem ist.

Auf fast allen Campingplätzen waren Hunde willkommen (einzige Ausnahme waren richtige Beachplätze). In manchen State Parks sind nur 2 Hunde erlaubt. Das wir 3 Hunde dabei hatten, hat aber niemanden gestört bzw. ist nicht aufgefallen. In Kanada und den USA werden auf Campingplätzen Abfalltüten bereitgestellt, damit die Leute die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge auch weg machen. Das klappt zumindest am Tage gut. Sobald es dunkel ist, funktioniert es dann nicht mehr. Normalerweise muss man für Hunde auf öffentlichen Campingplätzen nichts extra bezahlen. Auf privaten Plätzen kann es jedoch mal vorkommen.

In Kanada gibt es kaum Einschränkungen für das Reisen mit Hunden. Es besteht auf Campingplätzen Leinenzwang. Die meisten Hundebesitzer halten sich aber nicht daran und lassen ihre Hunde frei laufen. Futter und diverses Zubehör bekommt man in Kanada ohne Probleme. Die Preise liegen etwas über denen von Deutschland und die Auswahl ist auch nicht so groß. Tierärzte gibt es auch in fast jeder Stadt. Viele Kanadier haben selbst Hunde oder sind zumindest Hundefreundlich. Es gibt wenig Rassehunde die meisten Hunde sind Mischlinge. Man kann wunderbar mit Hunden spazieren gehen und es gibt viele Möglichkeiten, dass sich die Hunde richtig austoben können.

Die USA ist ein Hundeland. Amerikaner lieben Hunde. Überall wurden wir mit unseren Hunden freundlich empfangen. Gefühlt hat fast jeder zweite Amerikaner einen oder meisten 2 Hunde. Auch hier überwiegt die Zahl der Mischlinge – Rasse Allamerika. Allerdings haben wir auch Hunderassen kennengelernt, die es in Europa (beim FCI) nicht gibt. Selbst in der kleinsten Stadt bekommt man Hundefutter. In etwas größeren Städten gibt es neben Walmart und Co. auch immer ein Haustiergeschäft, wo es alles für Hund, Katze, Maus usw. zu kaufen gibt. Das Angebot ist sehr gut. Die Preise sind in etwa vergleichbar mit deutschen Preisen. Einiges ist preiswerter anderes ist teurer. Auch die großen Supermärkte haben fast immer eine Tierfutterabteilung. Hier bekommt man auch einfache Floh- und Wurmmittel. Wenn man etwas Spezielles möchte, muss man auch in den USA zum Tierarzt. In Supermärkten wie Walmart und Co. können Haustiere aller Art mit reingenommen werden. Die Ausnahme sind kleine Supermärkte. Es würde auch kaum ein Amerikaner auf die Idee kommen, seinen Hund vor einem Laden anzubinden. Entweder bleibt der Hund im Auto oder er geht mit ins Geschäft. Wenn es warm ist und die Hunde im Auto bleiben, dann wird das Auto mit laufendem Motor abgestellt, damit die Klimaanlage weiterarbeiten kann. Manche machen das auch, wenn sie keinen Hund haben. Typisch ist auch der Transport der Hunde auf der Ladefläche der Tracks. Manchmal in Transportboxen, meistens aber einfach nur so.

In den USA gilt auf Campingplätzen überall Leinenpflicht für Hunde und die wird meisten auch eingehalten. Auffallend und unbedingt positiv zu erwähnen, ist das gute Sozialverhalten der Hunde in den USA. Kaum ein Hund zeigt aggressives Verhalten gegen andere Hunde oder Menschen. Auch die extremen Angsthasen haben wir hier nur ganz selten gesehen. In größeren Städten gibt es spezielle Hundeauslaufgebiete, die auch sehr gut besucht sind. Hier laufen alle Hunde ob groß oder klein ohne Leine und wir haben nie Raufereien oder ähnliches gesehen. Die Amerikaner halten ihre Hunde als wenn es Kinder sind. Sie haben eine gewisse Narrenfreiheit und wie sie es mit ihren Kindern tun, reden sie unentwegt auf ihre Hunde ein. Alles muss irgendwie kommentiert werden. So richtig gehorsame Hunde gibt es kaum. Und so reagieren die meisten Hunde nicht sofort, wenn sie von ihren Besitzern gerufen werden. Aber wie bei ihren Kindern haben die Amerikaner eine Engelsgeduld. Irgendwann kommt der Hund schon zurück. Es gibt viele Hundesitter, Hundetagesstätten oder auch Hundeschulen. Aber auch hier reicht es wenn der Hund halbwegs hört.

Tierärzte gibt es in den USA in jeder Stadt. Die Preise sind unterschiedlich – aber generell sind sie höher als in Deutschland. Es gibt Jahrespläne (Impfen, Entwurmen, div. Test usw.) die Preise sind recht heftig und werden daher als monatliche Ratenzahlung angeboten.

Einschränkungen für Hundebesitzer haben wir nur in den großen Nationalparks wie Grand Canyon usw. erlebt. Hier dürfen Hunde nicht auf die Trails mitgenommen werden. Das Gleiche gilt für einige Strände der State Parks, wo Hunde ebenfalls verboten waren. Ansonsten gilt die bereits erwähnte Leinenpflicht.

Wir hatten nie Probleme damit, eine Auslaufmöglichkeit für unsere Hunde zu finden.

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