Die Nationalparks V – Mesa Verde, Monument Valley und Grand Canyon – South Rim

09.10.2017 – 11.10.2017

Mesa Verde erreichen wir am späten Nachmittag.

Wir holen uns Informationsmaterial und planen die Tour für den nächsten Tag. Wir wollen uns die in den Fels geschlagenen Behausungen der Indianer ansehen.

Am Abend sitzen wir noch sehr lange draußen, denn in den vergangenen Tagen hatten wir das Pech, das wir wegen des Vollmondes leider nie den Sternenhimmel in den Bergen genießen konnten. Heute ist es anders. Es ist ein kalter, klarer Himmel und wir bekommen ein fantastisches Sternenpanorama geboten.

In der Nacht kommt starker Wind auf. Am nächsten Morgen ist es 1 Grad kalt und dunkle Wolken hängen über den Bergen. Als dann erst Graupel und später Schnee auf das Auto fällt, ist die Entscheidung schnell gefallen, wir fahren weiter. Keiner von uns beiden hat Lust bei dem Wetter wandern zu gehen. Zumal auch die vielen Schneezäune am Straßenrand den kommenden Winter ankünden.

Nach dem wir auf unsere Tour durch die Nationalparks überwiegend durch Berge gefahren sind, zieht es uns und besonders Wolzow zurück ans Meer. Es geht langsam zurück in Richtung Pazifik. Aber vorher machen wir noch einen kleinen Umweg über den Hwy 163 zum Monument Valley.

Für uns etwas ganz besonderes. Alles im Leben hat seine Zeit. Und so war es heute an der Zeit das mein Mann, nach mehr als einem viertel Jahrhundert, sein Versprechen einlösen konnte, mit mir genau hier her zu fahren.

 

 

Wenn wir schon mal in der Nähe sind, dann wollen wir uns auch den Grand Canyon von der südlichen Seite aus ansehen. Wir finden auf dem Desert View Campground einen freien Stellplatz und manchen eine erste Stippvisite durch den Park. Was sofort auffällt, sind die vielen Menschenmassen die im Park unterwegs sind. Wenn es jetzt im Oktober noch so voll ist, dann sind wir abermals froh, nicht im Sommer hier gewesen zu sein. Denn wie fast überall an besonders exponierten Stellen, gibt es auch hier extrem viele asiatisch aussehende Touristen. Sie werden per Busladung angekarrt und scheinen sich wie Heuschrecken über das Land auszubreiten. Allem Anschein nach, ist es der Zweck einer Reise, sich bzw. die Familie vor Aussichtspunkten zu fotografieren. Die Schönheit und die Besonderheit der Umgebung sind dabei anscheinend völlig uninteressant. „Seht mal, wir waren hier“, ich glaube darum geht es einzig und alleine, bei den meisten dieser Touristen. Nichts gegen Selfis – wir manchen ja hin und wieder auch welche – aber so! Einen Moment innezuhalten und das Gesehene auf sich wirken zu lassen, geht bei denen nicht. Da die asiatischen Touristen immer in Rudeln auftreten, ist es unerträglich laut und nervig, wenn sie in der Nähe sind.

Aber wir wollen uns den Canyon ansehen und das machen wir auch. Von dieser Seite kann man sehr weit in den Canyon schauen und sieht auch den Lauf des Colorado Rivers.


Auf unserer Tour durch die USA haben wir viele Verkehrszeichen für Wildwechsel gesehen. Anders als in Deutschland, wird hier auf die spezielle Tierart hingewiesen. So sahen wir Schilder für Rehe, Karibus, Bison, Kühe, Pferde …… ja, sogar ein Schild für Schildkröten war dabei.

Aber das hier! Na welche niedliche Katze kreuzt denn hier die Straße? Leider haben wir auf unseren Fahrten durch den Park keine Samtpfote gesehen. Schade!

Am nächsten Morgen machen wir uns ganz früh noch einmal zu einer Besichtigungstour durch den Park auf. Jetzt in der Früh ist der Park so wie wir ihn mögen. Nur wenige Touristen sind unterwegs und diese scheinen wie wir die Ruhe und die Natur genießen zu wollen.

Die langen Schatten der tief stehenden Morgensonne lassen den Park in ein ganz besonderes Licht erstrahlen und so genießen wir zum Abschied diesen fantastischen  Ausblick auf den Canyon.

 

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