Carlsbad Caverns – New Mexiko

02. Februar 2018 bis 05. Februar 2018

Wir verlassen Tucson. Eine angenehme Stadt – keine riesigen Wolkenkratzer, sauber, übersichtlich und alles läuft recht gemächlich ab.

Wir fahren durch New Mexiko und rechts und links nur endlose Steppe mit ein paar Rindern und Pferden. Tempomat an und los geht’s.

Nach rund 600 km erreichen wir unseren heutigen Übernachtungsplatz, einem kleinen Campingplatz im Oliver Lee Memorial State Park.

 

Der Platz ist super, es gibt saubere heiße Duschen, Wasser/Abwasser, zudem ist er mit 10 Dollar auch noch preiswert und als Sahnehäubchen gibt’s eine tolle Aussicht.

 

 

 

 

Man hat von hier einen weiten Blick nach Westen und hinter uns im Osten liegen die Berge. Und abends gibt es den Sonnenuntergang hinter den Bergen am Horizont. Wir bleiben nur eine Nacht, denn unser eigentliches Ziel ist der Guadalupe-Mountains-Nationalpark.

Vorbei an Bergen, die mich an Baumkuchen erinnern. Er ist unterteilt in Bereiche für Zelte und für Wohnmobile. Die Zeltplätze sind toll in die Landschaft integriert und weiträumig verteilt. Der Bereich für die Wohnmobile ist eigentlich nur ein Parkplatz. Kostenpunkt 8 Dollar.

 

Aber alles sauber und ordentlich. Es gibt Toiletten und Trinkwasser, zum Übernachten reicht es allemal. Als wir ankommen ist es ziemlich windig und in der Nacht nimmt der Wind noch an Intensität zu. Glücklicherweise sind die Plätze so angelegt, dass wir mit der Front unseres Wohnmobil im Wind stehen, denn die Windböen sind schon heftig. Gegen morgen lässt der Wind dann endlich etwas nach und wir bekommen doch noch 2-3 Stunden Schlaf, bis der Wecker klingelt.

Egal, wir sind hierher gefahren um uns die Carlsbad Caverns anzusehen. Dafür hatten wir online bereits eine Tour für 10 Uhr gebucht und müssen nun dementsprechend früh los. Der Campingplatz ist etwas mehr als eine 1/2 Stunde von den Carlsbad Caverns entfernt. 

Wir befinden uns gerade im Grenzbereich zwischen Texas und New Mexiko und die haben unterschiedliche Zeitzonen. Wir kommen etwas durcheinander, denn unsere Uhren halten sich nicht exakt an die vorgegebene Zeitzonengrenze und stellen sich wie sie wollen automatisch um. Das eine Handy früher, das Andere später. Außerdem sind die Zeitzonen in unserem Straßenatlas nicht korrekt eingezeichnet. Was wir später feststellen. Unser Campingplatz liegt in Texas (-7) und Carlsbad ist in New Mexiko (-8). Zum Glück haben wir Internet und so ist das Problem schnell gelöst.

Carlsbad Caverns, das ist ein riesiges Tropfsteinhöhlensystem, aber nur noch teilweise aktiv und die Höhlen sind nicht so feucht, wie wir das aus Deutschland kennen. Die oberen Höhlenbereiche kann man auf eigene Faust besichtigen, aber der Rest ist nur in Begleitung eines Rangers möglich. Die Touren sind unterschiedlich lang und haben unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Bekannt sind die Höhlen auch für ihre vielen Bewohner. In den Sommermonaten werden einige Höhlenbereiche von unzähligen Fledermäusen bewohnt, die dann im Herbst in riesigen Scharen die Höhen verlassen. Schade, aber jetzt im Februar kommen wir leider nicht in den Genuss, die Tiere zu beobachten.

Nachdem wir Felice auf dem Parkplatz abgestellt hatten, melden wir uns am Ticketschalter und bekommen ein paar Hinweise, wie wir uns im Höhlensystem zu verhalten haben und wo unser Treffpunkt für die Tour ist. Dieser liegt 200 Meter unter uns. Wir können den Naturpfad nehmen (gut eine Stunde Fußmarsch) oder mit dem Fahrstuhl fahren. Wir müssen kurz vor 10 Uhr am Treffpunkt sein und entscheiden uns daher für den Fahrstuhl. Und so erreichen wir wenig später die erste Höhle und können uns diese noch, zumindest teilweise, ansehen.

Dann geht es zum Treffpunkt. Unsere Tour dauert knapp 2 Stunden und in unserer Gruppe sind ca. 20 Leute. Wir erhalten auf der Tour umfangreiche Informationen zur Entstehung des Gebirges und der Höhlen sowie hier und da Erläuterungen wie die unterschiedlichen Formen und Gebilde entstanden sind. Interessant, aber so viel Input in einer fremden Sprache, das ist schon sehr anstrengend und nicht immer verständlich. Es geht durch mehrere Höhlen, die durch zum Teil schmale, dunkle Öffnungen in den Felswänden verbunden sind.

In einem dieser Felswanddurchgänge zeigt uns der Ranger im Schein der Taschenlampe aktive Babytropfsteine. Nur 1 cm lang aber schon über 80 Jahre alt. Die Ewigkeit, bis diese zum Teil riesigen Tropfsteine entstanden sind, lässt sich so zumindest annähernd bildlich begreifen.


Ein fantastisches Höhlensystem, mit einem kleinen grünlich schimmernden Teich, unzähligen bizarren Gebilden, die sicher immer aufregender werden, je tiefer man in das Höhlensystem vordringt. Absolut sehenswert.


 

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