Baja California – Kakteen, Wüste und Kojoten

09.11.2017 bis 13.11.2017

Am frühen Nachmittag kommt auf dem Campingplatz eine Reisegruppe mit ihren Wohnmobilen an.
Den Reiseleiter und Reiseveranstalter haben wir vor ein paar Wochen in Kalifornien kennen gelernt. Er hatte uns zwar mit „wir sehen uns auf der Baja“ verabschiedet, aber wir hatten dies für die übliche Floskel „ I see you later “ gehalten.

Die Truppe bleibt wie wir bis Sonntag und so machen wir, wie schon so oft die Erfahrung, dass die Amerikaner mit den Hühnern ins Bett gehen und schon in aller Herrgottsfrühe aufstehen. 
Bereits um kurz nach 5 Uhr an einem Sonntagmorgen toben die ersten Nachbarn draußen rum. Gegen 8 Uhr findet das Briefing für den Tag statt und anschließend setzt sich die Reisegruppe mit ihren Fahrzeugen in Bewegung.

Wir essen erst einmal gemütlich Frühstück, gehen noch einmal an den Strand und fahren dann auch gegen 10 Uhr weiter. 

 

 

 

Unser Tagesziel ist der Campingplatz Ranco Santa Ynez, wo wir heute übernachten wollen.

Am Straßenrand liegt weiter sehr viel Müll rum.

Es geht durch die Wüste mit unzähligen Büsche und Kakteen, die zum Teil riesig groß sind.

 

 

 

Kurz vor Catavina fahren wir durch eine bizarre Landschaft. Überall liegen Findlinge rum. Manchmal zu Bergen aufgetürmt, manchmal wie mit einem riesigem Sieb verteilt. Es sieht so aus wie absichtlich hin gekippt, was bei der Größe der Steine aber unmöglich sein dürfte. 

 

Wir erreichen den Campingplatz und treffen dort auf die uns bekannte Reisegruppe, die schon Quartier gemacht hat. 
Im Laufe des späten Nachmittags trudeln noch ein paar andere Wohnmobile ein. Wo sollen sie auch hin. Es gibt nur noch einen Platz in der Nähe, der liegt an der Hauptstraße und ist eher was für die Lkws.

Die Nacht ist kurz. Generator abends für die Klimaanlage – Generator morgens für die Kaffeemaschine oder was man vor Sonnenaufgang auch immer betreiben muss. Also wieder nix mit ausschlafen.

Nachdem die Reisegruppe und die anderen Wohnmobile den Campingplatz verlassen haben, machen auch wir uns langsam auf den wenig spektakulären Weg. Weiterhin nur Wüste, Büsche, Kakteen und natürlich eine extrem schlechten Straße. Ein uns entgegen kommender LKW wirbelt etliche Steine hoch und mit einem lauten Knall trifft einer davon unser Auto. 

Glück im Unglück – er trifft die Motorhaube und nicht die Frontscheibe.

Wir fahren zur Laguna Oje de Liebre.

Unser Auto ist für solche Straßen wirklich nicht gebaut worden. In den Wintermonaten kann man hier in der Lagune Grauwale und ihre Kälber beobachten. Jetzt ist es allerding erst Mitte November.

Aber wenn wir schon mal in der Gegend sind! Ich habe trotzdem die Hoffnung Wale in der Lagune zusehen und so quält mein Mann sich und unser Wohnmobil, auf Wunsch einer einzelnen Dame, über die Piste.

Vorbei an riesigen Salinen. Eine Gegend, wie nicht von dieser Welt.

Am Campingplatz ist niemand und natürlich auch keine Wale. In der Lagune Fische, Delfine und neben unserem Auto die Kojoten.

 

Wir stehen hier komplett allein, genießen den schönen Abend und haben eine total ruhige Nacht. 

 

 

 

 

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